Amsterdam – Immer eine Reise wert
Schmale Häuser zwischen den Grachten
Gelegentlich wird Amsterdam, aufgrund der zahlreichen Kanäle (Grachten), auch das Venedig des Nordens genannt. Aus der Luft betrachtet lassen die Wasseradern die Hauptstadt der Niederlande wie ein weit verzweigtes Spinnennetz erscheinen. Im Gegensatz zu Venedig sind die Straßen und Gassen in Amsterdam jedoch weniger schmal. Ganz im Gegensatz zu den Häusern, die das Stadtbild prägen. Die auffallend schmalen Häuser verdankt die Stadt der mittelalterlichen Steuerpolitik, als man umso mehr Steuern zahlen musste, je breiter das Haus gebaut wurde. Manchmal könnte sich auch der Vergleich mit dem schiefen Turm in Pisa aufdrängen. Denn die alten Häuser wurden auf Holzpfählen errichtet, die im Laufe der Zeit vom Moder heimgesucht und geschwächt wurden. Dadurch haben einige Häuser eine leichte Schieflage erhalten.
Der Amsterdamer und seine Geschichte
Von Grund auf ist der Amsterdamer vom zähen und positiven Menschenschlag. Schon als die Stadt im 12. Jahrhundert mitten aus der Sumpflandschaft gegründet wurde, musste sie sich gegen allerlei Widrigkeiten behaupten. Im Laufe der wechselvollen Geschichte wurde die Stadt mehrmals von fremden Mächten besetzt. Vielleicht schätzt der Amsterdamer gerade deshalb seine Freiheit ganz besonders. Die Stadt ist für ihre liberale Politik bekannt, wenngleich auch diese ihre Grenzen hat. Hochwasser haben die Stadt einige Male fast vollständig zerstört. Doch man trotzte den Elementen immer wieder und bewahrte das Kleinod an der Nordwestküste Europas bis zum heutigen Tage.
Madame Tussaud, Rembrandt, van Gogh und die Tulpen
An Sehenswürdigkeiten ist Amsterdam reich gesegnet. Besonders aus der expressionistischen Zeit sind einzigartige Bauwerke erhalten geblieben, die über die ganze Stadt verstreut zu bewundern sind. Die schönsten Kirchen der Stadt wurden im 17. Jahrhundert errichtet, wie zum Beispiel das Westerkerk. Wer über Kunst und Kultur der Stadt lernen möchte, der sollte unbedingt das Rijkmuseum (Nationalmuseum) besuchen. Weitere interessantere Museen sind das Van Gogh Museum und das Stedelijk Musem. Ob ein Jan van Goyen, Rembrandt van Rijn oder Vincent van Gogh, sie alle sind weltweit ein Begriff niederländischer Malkunst. Der Konzert- und Theaterliebhaber, findet im Het Muziektheater (Oper), Stadsschouwburg (Theater) oder Concertgebouws (klassische Musik) etwas nach seinem Geschmack.
Wenn man Amsterdam besucht, sollte man ein anderes Markenzeichen, das Amsterdam berühmt gemacht hat, nicht vergessen – die Blumen, insbesondere die Tulpe. Auf dem Bloemenmarkt kann man die bunte Pracht auf einem Platz überblicken. Für ein kleines Schnäppchen lohnt sich ein Blick auf den Waterlooplein, dem Flohmarkt. Der Artis Zoo und das weltberühmte Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett sind weitere empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten. Wenngleich nur eine kleine Auswahl von vielen.
Es gibt nicht nur viel zu sehen, es gibt auch viel zu erleben
Amsterdam kann auf eine reiche Historie zurück blicken, ist aber gleichzeitig eine sehr moderne und junge Stadt. Kein Wunder also, dass viele die Stadt nicht nur für Besichtigungen und Erweiterung der Bildung besuchen. Nicht zuletzt hat Amsterdam auch ein aufregendes Nachtleben zu bieten. In der Nähe des Leidseplein findet man zahlreiche Bars, Discotheken und das Holland Casino. Der Rembrandtplein ist beliebt aufgrund der großen Dichte an Restaurants, Kinos und Theater. Das sündige Amsterdam findet man in De Wallen, dem Rotlichtbezirk im Zentrum der Stadt. Ein Hauch von Verruchtheit haftet nach wie vor den Coffeeshops an, wenngleich sie völlig legal sind. Für alle Fälle empfiehlt es sich trotzdem, immer einen Personalausweis bei sich zu haben, denn auch wenn man den Niederländern große Freizügigkeit nachsagt, achten sie auf die Einhaltung der geltenden Gesetze.
Amsterdam bietet jedenfalls über die ganze Stadt verstreut Unterhaltsames und Lehrreiches, Tanz und Musik, Historisches und Lebendiges. Am besten erreicht man die Locations mit der Metro. Es sei denn, man ist gerne sportlich unterwegs, dann kann man sich eines der Fahrräder an den Stationen ausleihen und gemeinsam mit den Einheimischen auf zwei Rädern auf Erkundungstour fahren.
Posted on Januar 14th, 2012 by admin
Filed under: Reiseziele
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